Was man über Kenia wissen muss

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Kenia- es war einst das Land der Weltenbummler und Abenteurer, jener, die “Jenseits von Afrika” im Kopf hatten und Afrika kennenlernen wollten.

Kenia- es war einst das Land der Weltenbummler und Abenteurer, jener, die “Jenseits von Afrika” im Kopf hatten und Afrika kennenlernen wollten.

Und nun?
Nun ist Kenia beides: immer noch die Vereinigung kultureller Vielfalt, geheimnisvoller Riten sowie traditioneller Religionen. Aber auch Ziel des Massentourismus in Afrika. Und Touristen sind wichtig für Kenia, denn ein Grossteil des Bruttosozialprodukts hängt am Tourismus: Touristen bedeuten Jobs und Devisen!

Die letzte Zeit war schwierig für Kenia: Politischen Unruhen und Terroranschläge sorgten dafür, dass die Touristen fernblieben, erst nach und nach kommen sie zurück zum Land des Mount Kenya, jenem 5.200 Meter hohen vergletscherten Berg, der dem Land seinen Namen gab.
Kenia liegt im Osten Afrika´s und grenzt an den Sudan, Äthiopien, Somalia, Tansania und Uganda. Das Land ist in etwa 580.000 Quadratkilometer gross, ca. 39 Mio Menschen leben hier, was einer Bevölkerungsdichte von 67 Einwohnern/Quadratkilometern entspricht. Die Hauptstadt Kenia´s ist Nairobi mit 2,8 Mio Einwohnern auch die grösste kenianische Stadt.

Bevölkerung

Die Bevölkerung setzt sich ca. aus 40 Völkern zusammen, die wiederum drei großen Sprachgruppen angehören: Bantu, Niloten und Kuschiten. Die fünf größten Völker – die Kikuyu, Luhya, Luo, Kamba und Kalenjin – bilden fast 3/4 Gesamtbevölkerung. Das bekannte Hirtenvolk der Massai zählt etwa eine halbe Million Menschen, sie zelebrieren ihre überlieferten Bräuche heute vor allem für die Touristen.

Wirtschaftliche Situation Kenia´s:
Kenia besitzt kaum Bodenschätze; Haupteinnahmequellen sind Erlöse aus Kaffee- und Tee-Export, aus der Industrie (Maschinen- und Fahrzeugbau, Textil) und aus dem Tourismus.

Tourismus in Kenia

In Kenia gibt es verschiedene Landschaften, die charakteristisch für den afrikanischen Kontinent sind. So gibt es im Norden einen Küstenstreifen, der bis zu 250 Kilometer breit ist: die Küste ist durch kleine Buchten und Lagunen gegliedert und von einem Korallenriff gesäumt. Hier findet vor allem der Badetourismus statt.
Daneben gibt es weite Savannen mit Großwildtieren, schneebedeckte Gipfel, Wüste und ein kleiner Dschungel (Regenwald). All dies ist im wesentlichen für den Tourismus erschlossen, sowohl was den Massentourismus als auch den Individualtourismus – eher im Landesinneren, z. B. bei der Besteigung des Mount Kenya – angeht.
Davon lebt Kenia: von der Vereinigung von traumhaft weißen Stränden an der Küste und “Safari-Feeling” in den großen Nationalparks.

Die Nationalparks

Zum Schutz der artenreichen Tier- und Pflanzenwelt wurden auf rund 10% der Landesfläche mehr als 50 Natur- und Wildreservate eingerichtet. Zu ihnen gehören der Tsavo- und der Amboseli-Nationalpark mit Elefanten, Nashörnern, Giraffen, Löwen und Leoparden. Der Nakuru-Nationalpark ist berühmt für seine riesigen Flamingoscharen. Zu den tierreichsten Reservaten und sicher auch zu den bekanntesten zählt das Massai-Mara-Wildschutzgebiet, welches sich nördlich an den Serengeti Nationalpark in Tansania ansschliest und mit seiner offenen Grassavanne ideale Möglichkeiten zur Tierbeobachtung bietet. Der Mount-Kenya-Nationalpark wurde 1949 zum Schutz der einzigartigen Bergwelt eingerichtet.

Der Name “Massai Mara” stammt zu einem nach dem in diesem Gebiet lebenden Volksstamm der Masai. Der Teil „Mara“ (aus der Sprache Swahili) bedeutet “gefleckt“ bzw. „gepunktet“ und bezieht sich auf das Erscheinungsbild der Landschaft: von oben betrachtet sehen die vielen, einzeln stehenden Bäume in der Savanne aus wie Punkte.
Die Masai Mara ist eine der bedeutensten Tierschutzgebiete in Afrikas und steht ebenbürtig auf einer Stufe mit dem Etosha Nationalark in Namibia und dem Krüger Nationalpark in Südafrika.
Wenn Sie es zeitlich so einrichten können, kommen Sie nach Kenia und in die Massai Mara zur Zeit der Migration, der großen Wanderung von Juli bis Oktober!

Riesige Gnuherden (bis zu 2 Millionen Tiere), Zebras und Antilopen sind dann auf der Suche nach besseren Weidegründen und wandern aus der südlichen Serengeti in Tansania in die Massai Mara. Verfolgt werden sie von Löwen, Geparden, Hyänen sowie Aasfressern wie Geier und Marabus. Bei der Überquerung des Mara-Flusses lauert eine weitere Gefahr durch die dort lebenden Krokodile. Ein lohnendes Naturschauspiel!

Von November bis Januar ziehen die Gnus die gleiche Route wieder zurück in die südliche Serengeti.

Der Tsavo National Park wurde am 1. April 1948 gegründet und teilt sich inzwischen in den Tsavo-Ost und den Tsavo-West-Nationalpark. Typisch für den Tsavo Nationalpark ist die rote Farbe der Erde, die vulkanischen Ursprungs ist. Die Elefanten benutzen die Erde zur Hautpflege und werden so zu “red elephants”. Neben Elefanten findet man im Tsavo Nationalpark Nashörner, Büffel, Löwen und Leoparden. Ausserdem Giraffen, Zebras und verschiedene Antilopenarten. Da der Nationalpark eine für Menschen eher lebensfeindliche Umgebung darstellt, ist er für die Tiere in ideales Rückzugsgebiet. Dies ist auch einer der Hauptgründe, warum der Tsavo Nationalpark einer der größten Nationalparks Ostafrikas ist.

Der Name Mount Kenya wiederum geht zurück auf das Kikuyu-Wort Kere Nyaga, was so viel wie “strahlender Berg” bedeutet. Für die Kikuyu und die Völker der Umgebung ist der Mount Kenia heilig. Sie glauben, daß ihr Gott Nagi dort wohnt. Mit seiner 5.200 m ist der Mount Kenia nach dem Kilimanjaro ist der zweithöchste Berg Afrikas!
Den Berg umschließt der Mount Kenia Nationalpark, der auf einer Höhe von 3200 m beginnt. Trotz seiner Höhe gibt es einen reichhaltigen Bestand an Wildtieren, u.a. Elefanten, Büffel und Nashörner, sowie eine vielfältige Vogelwelt.

Der Amboseli National Park ist einer meistbesuchten und ältesten Nationalparks in Kenia. Er ist mit etwa 400 Quadratkilometern eher kleiner, bietet dafür aber eine malerische Kulisse: Elefant oder Löwe in der Savanne mit den schneebedeckten Bergipfeln des in unmittelbarer Nähe liegenden Mount Kilimanjaro im Hintergrund.
Berühmt ist der Nationalpark vor allem für seine große Elefanten-Herden. Darüberhinaus gibt es noch Löwen, Hyänen, Schakale, Giraffen, Zebras, Gnus und zahlreiche Antilopen- und Gazellenarten.